Was drinsteht
Was eine Gefühlsuhr kann
Eine Gefühlsuhr ist ein Kreis mit Gefühlen und einem Zeiger in der Mitte. Dein Kind dreht den Zeiger auf das Gefühl, das gerade passt. Mehr ist es nicht, und genau deshalb funktioniert sie: Zeigen geht auch dann noch, wenn die Worte fehlen.
Viele Kinder sagen „nichts“ oder „weiß nicht“, wenn man sie fragt, wie es ihnen geht. Mit der Uhr müssen sie nichts erklären. Sie drehen, du siehst es, und ihr habt einen Anfang für ein Gespräch, wenn dein Kind eins will.
Die Uhr hat dieselben acht Gefühle wie unsere Gefühlskarten. Wer beides hat, kann die Karten für unterwegs nehmen und die Uhr für zu Hause.
So bastelt ihr die Gefühlsuhr
- 1
Auf festes Papier drucken
Am besten auf dickeres Papier oder Karton. Normales Papier geht auch, dann klebt ihr die Uhr nach dem Ausschneiden auf einen Pappdeckel.
- 2
Rad und Zeiger ausschneiden
Das Ausschneiden kann dein Kind übernehmen, so weit es das schon kann. Was es selbst gebaut hat, benutzt es eher.
- 3
Zeiger in der Mitte befestigen
Mit einer Musterbeutelklammer durch den Punkt in der Mitte von Zeiger und Rad. Das Loch sticht ein Erwachsener vor. Ohne Klammer geht es auch: Wäscheklammer an den Rand stecken.
- 4
Aufhängen, wo dein Kind vorbeikommt
Kinderzimmertür, Kühlschrank, Flur. Auf Kinderhöhe, damit dein Kind selbst drehen kann, ohne zu fragen.
Wenn der Zeiger auf … steht
Links, was oft rausrutscht. Rechts, was dein Kind wissen lässt: Ich habe es gesehen.
Wenn der Zeiger lange auf demselben Gefühl bleibt
Die Uhr ist für den Alltag. Wenn dein Kind über Wochen fast nur traurig, ängstlich oder zu viel dreht, kaum noch spielt oder schlecht schläft, sprich mit der Kinderärztin oder einer Erziehungsberatungsstelle. Die Beratung dort ist in Deutschland kostenlos.
